Kräuterzigaretten

Kräuterzigaretten sind Zigaretten ohne Tabak und ohne Nikotin: Statt Tabak steckt eine Mischung getrockneter Kräuter im Zigarettenpapier. Sie werden als Requisite am Filmset ebenso verwendet wie als Ritual-Ersatz beim Rauchausstieg. Diese Seite erklärt nüchtern, was drinsteckt, was über Wirkung und Risiken bekannt ist — und räumt mit dem verbreitetsten Missverständnis auf: nikotinfrei heißt nicht schadstofffrei.

Getrocknete Kräuter wie Damiana, Königskerze und Minze mit Kräuterzigaretten
Damiana, Königskerze, Minze: die Kräuter hinter der tabakfreien Zigarette.

Das Wichtigste in Kürze

Themen im Überblick

Häufige Fragen

Sind Kräuterzigaretten gesund?

Nein. Ihnen fehlt zwar das abhängig machende Nikotin, aber bei der Verbrennung pflanzlichen Materials entstehen grundsätzlich Teer, Kohlenmonoxid und weitere Schadstoffe — teils in ähnlicher Größenordnung wie bei Tabak. Deshalb tragen auch Kräuterzigaretten einen gesetzlichen Warnhinweis. Wer gar nicht raucht, lebt gesünder als mit jeder Zigarette.

Machen Kräuterzigaretten abhängig?

Eine stoffliche Abhängigkeit wie beim Nikotin erzeugen sie nicht. Das Rauchritual selbst — Hand-zum-Mund-Bewegung, Pause, Inhalation — kann aber als Gewohnheit bestehen bleiben oder gefestigt werden. Genau das macht ihre Rolle beim Rauchausstieg zweischneidig.

Dürfen Jugendliche Kräuterzigaretten kaufen?

In der Praxis nein. Das Jugendschutzgesetz nennt tabak- und nikotinfreie Kräuterzigaretten nicht ausdrücklich — die Erweiterung von 2016 betraf nikotinfreie E-Zigaretten und E-Shishas. Der Handel gibt Kräuterzigaretten aber in aller Regel erst ab 18 Jahren ab.